v.l.n.r.: LfA-Vorstandschef Dr. Bernhard Schwab, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Mitglied des LfA-Vorstands Stefan Höck
Foto: LfA / Stefan Heigl

LfA-Förderleistung 2025 beinahe verdoppelt

Die LfA Förderbank Bayern hat ihre Gesamtförderleistung 2025 um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,67 Milliarden Euro gesteigert. Treiber waren vor allem ein deutlich ausgeweitetes Kredit- und Risikoentlastungsangebot, eine stark wachsende Nachfrage nach Finanzierungen für Gründung, Wachstum und Transformation sowie zusätzliche Impulse bei Venture Capital für bayerische Startups.

Die LfA Förderbank Bayern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Insgesamt 2,67 Milliarden Euro betrug die Gesamtleistung im Jahr 2025. Das ist ein sattes Plus von 45 Prozent. Bemerkenswert ist vor allem die Breite des Wachstums: Die LfA legte nicht nur im klassischen Kreditgeschäft zu, sondern baute gleichzeitig ihre Rolle als Mittelstands-, Transformations- und Startup-Finanzierer aus. Für das bayerische Ökosystem ist das relevant, weil sich damit zeigt, dass öffentliche Förderinstrumente in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld wieder stärker als Hebel für Investitionen, Innovationen und Nachfolgelösungen genutzt werden.

Die staatliche Spezialbank sagte im Kerngeschäft mit Programmkrediten für Mittelstand und Kommunen 2025 mehr als 2,16 Milliarden Euro zu. Zusammen mit Konsortial- und Globaldarlehen von über 370 Millionen Euro erreichte die Kreditvergabe damit mehr als 2,53 Milliarden Euro. Einschließlich der Risikoübernahmen in Höhe von 138 Millionen Euro lag die Gesamtförderleistung für den Standort Bayern somit bei rund 2,67 Milliarden Euro.

1,32 Milliarden Euro für Gründung, Wachstum und Betriebsmittel

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag 2025 auf dem Förderfeld Gründung, Wachstum & Betriebsmittel. Hier stiegen die Darlehenszusagen auf rund 1,32 Milliarden Euro. Im Vorjahr lagen diese noch bei 1,02 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von gut 29 Prozent.

In diesem Bereich finanziert die LfA nicht nur klassische Wachstumsinvestitionen, sondern auch Neugründungen und Unternehmensnachfolgen. Gerade für Startups und kleinere Mittelständler ist das ein wichtiger Befund. Die LfA adressiert nicht nur spätere Wachstumsphasen, sondern auch frühe unternehmerische Schritte und Übergangssituationen im Mittelstand.

Transformation wird zum zweiten großen Wachstumstreiber

Noch dynamischer entwickelte sich das Förderfeld Innovation & Digitalisierung sowie Energie & Klimaschutz. Die Zusagen stiegen hier auf rund 720 Millionen Euro, nach rund 235 Millionen Euro im Jahr 2024. Damit hat sich das Volumen im Bereich wirtschaftliche Transformation mehr als verdreifacht.

Das deutet darauf hin, dass die 2025 erweiterten Programme der LfA bei Unternehmen direkt angekommen sind. Besonders relevant ist dabei die Öffnung der Darlehensprogramme für die Finanzierung digitaler und ökologischer Transformation auch im größeren Mittelstand. Laut LfA wurde vor allem das größervolumige Kreditgeschäft stark nachgefragt, was auf einen hohen Investitionsbedarf in diesem Segment hinweist.

Höhere Darlehenssummen und mehr Haftungsfreistellungen zeigen Wirkung

Ein zentraler Grund für das starke Förderjahr war der strategische Ausbau des Angebots ab Frühjahr 2025. Die LfA hatte Darlehenshöchstbeträge deutlich angehoben, Risikoentlastungen durch Haftungsfreistellungen ausgeweitet und ihre Programme breiter für Transformationsvorhaben geöffnet.

Diese Instrumente sind insbesondere in wirtschaftlich angespannten Phasen entscheidend, weil sie Hausbanken und Unternehmen mehr Finanzierungsspielraum geben. Dass die Nachfrage 2025 so deutlich anzog, kann damit auch als Signal gelesen werden, dass standardisierte öffentliche Förderlogik und höhere Risikobereitschaft bei Investitionen wieder besser zusammenfinden.

124 Millionen Euro Eigenkapitalzusagen für Startups und Scaleups

Für die Startup-Szene besonders relevant ist die Entwicklung im Beteiligungsbereich. Über Eigenkapitalinstrumente der LfA und ihrer Venture-Capital-Tochter Bayern Kapital wurden 2025 rund 124 Millionen Euro neu zugesagt. Im Vorjahr waren es 85 Millionen Euro.

Zusätzliche Bedeutung bekommt das durch die seit 2025 laufende VC4Start-ups-Initiative des Freistaats Bayern. Damit werden neue Wagniskapitalfonds mit einem zusätzlichen Volumen von insgesamt 750 Millionen Euro geschaffen. Hinzu kommt die Neuauflage des Bayern-Kapital-Wachstums- und ScaleUp-Fonds mit einem Fondsvolumen von 500 Millionen Euro. Möglich sind dadurch künftig Investments von bis zu 50 Millionen Euro pro Startup.

Für das bayerische Startup-Ökosystem ist das ein wichtiger Punkt. Denn während öffentliche Finanzierung häufig mit Frühphasenförderung verbunden wird, zielt der Ausbau nun sichtbar auch auf größere Wachstums- und Skalierungsrunden.

Auch Kommunen profitieren

Nicht nur Unternehmen, auch Kommunen profitierten von der stärkeren Förderaktivität. Rund 85 bayerische Kommunen konnten 2025 mit LfA-Förderkrediten Investitionen in die kommunale Infrastruktur in Höhe von fast 190 Millionen Euro realisieren.

Das zeigt, dass die LfA ihre Rolle weiterhin breit, also als Finanzierungsinstitution für wirtschaftliche Entwicklung im Freistaat insgesamt, versteht. Für regionale Innovationsstandorte ist das nicht nebensächlich, denn Infrastrukturinvestitionen schaffen oft die Grundlage für Unternehmensansiedlungen, Gewerbeflächen, Energieprojekte oder digitale Standortentwicklung.

Bilanzsumme und Kernkapitalquote der LfA sind gestiegen

Auch betriebswirtschaftlich meldet die LfA ein stabiles Jahr. Die Bilanzsumme lag 2025 bei 25,2 Milliarden Euro und damit leicht über dem Vorjahresniveau von plus 2,7 Prozent. Die harte Kernkapitalquote stieg von 20,3 auf 23,9 Prozent.

Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge betrug etwas mehr als 40 Millionen Euro. Gleichzeitig führte die Bank 25 Millionen Euro dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB zu. 2024 waren das noch 20 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss blieb mit 20 Millionen Euro unverändert hoch.

Diese Kennzahlen sind für die Einordnung wichtig, weil sie zeigen, dass die LfA den Ausbau ihrer Förderwirkung nicht aus einer bilanziellen Schwächephase heraus betreibt, sondern auf einer stabilen Kapitalbasis.

Aiwanger und Schwab sehen Ausbau der LfA bestätigt

Bayerns Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender Hubert Aiwanger erläutert:

„Der deutliche Nachfrageanstieg im Förderjahr 2025 bestätigt, dass wir mit dem Ausbau des LfA-Förderangebots den richtigen Kurs gefahren sind. Gerade in weiterhin schwierigen Zeiten brauchen unsere bayerischen Betriebe starke und verlässliche Partner wie die LfA an ihrer Seite. Rund 4.000 von der LfA geförderte Unternehmen und Kommunen im vergangenen Jahr zeigen, wie wichtig eine zielgerichtete staatliche Unterstützung ist. Wir werden auch in Zukunft auf eine kluge Verzahnung von öffentlichen Fördermitteln und privaten Investitionen setzen, damit Gründer und Unternehmen aktiv investieren, wachsen und Innovationen aus Bayern heraus voranbringen können.“

LfA-Vorstandschef Bernhard Schwab sieht in der Weiterentwicklung zur „starken Mittelstands- und Transformationsbank“ den zentralen Hebel für die gestiegene Wirkung. Nach seinen Angaben sollen weitere Produktneuerungen bereits 2026 folgen.

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