Foto: Kathrin Ruf / TUM

Münchner Unis bringen die meisten Exit-GründerInnen hervor

Eine aktuelle Auswertung zeigt: Kaum ein Standort bringt so viele erfolgreiche Startup-GründerInnen hervor wie München. Gleichzeitig besteht Nachholbedarf in Sachen Diversität.

München behauptet seine Spitzenposition im Startup-Ökosystem auch im Hochschulvergleich. Eine Auswertung der Gisma University of Applied Sciences kommt zu dem Ergebnis: Besonders viele GründerInnen erfolgreicher Exit-Startups haben an Münchner Universitäten studiert. Die Technische Universität München (TUM) führt das Ranking mit 34 GründerInnen deutlich an, gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) mit 15. Damit stammen insgesamt 49 der identifizierten GründerInnen aus diesen beiden Institutionen.

Für die Analyse wertete Gisma 196 Exit-Unternehmen aus der DACH-Region aus, darunter Unternehmensverkäufe, Übernahmen und Börsengänge. Insgesamt identifizierte die Untersuchung 436 GründerInnen. Im direkten Vergleich zeigt sich: Kein anderer Hochschulstandort erreicht eine ähnliche Dichte an erfolgreichen GründerInnen wie München. Hinter den beiden Münchner Universitäten folgen mit deutlichem Abstand die RWTH Aachen mit zehn sowie die Universität St. Gallen mit neun GründerInnen. Weitere Hochschulen wie die TU Berlin, die Universität Münster oder die Universität zu Köln kommen jeweils auf acht Nennungen.

Tech und Wirtschaft prägen die Ausbildung

Die Auswertung zeigt zudem klare Muster bei den Studienfächern. Informatik liegt mit 36 Nennungen an der Spitze und unterstreicht die Bedeutung technologischer Kompetenzen für erfolgreiche Gründungen. Betriebswirtschaftslehre folgt mit 33 Nennungen, während Wirtschaftsinformatik mit 25 Nennungen den dritten Platz belegt. Ergänzt wird das Feld durch Wirtschaftswissenschaften (20) und Wirtschaftsingenieurwesen (15). Insgesamt zeigt sich eine breite akademische Basis, die von klassischen Ingenieurwissenschaften bis hin zu eher spezialisierten Feldern wie Luft- und Raumfahrttechnik oder Gesundheitsökonomie reicht.

Beim höchsten akademischen Abschluss dominiert der Master klar: 156 GründerInnen verfügen über diesen Abschluss. Dahinter folgen Bachelor-Abschlüsse mit 63 sowie Diplom mit 48 Nennungen. Zudem wurden 49 Promotionen erfasst. Für weitere 48 GründerInnen lagen keine Angaben zum Abschluss vor. Internationale Studiengänge wie Business Administration wurden separat gezählt und kommen auf 14 Nennungen.

Deutlicher Gender-Gap bleibt bestehen

Die Geschlechterverteilung unter den GründerInnen fällt weiterhin deutlich unausgewogen aus. 390 der 436 identifizierten Personen werden als männlich eingeordnet, während 46 als weiblich gelten. Das entspricht einem Anteil von 89,4 Prozent Männern und 10,6 Prozent Frauen.

Auch die Analyse der Vornamen spiegelt diese Verteilung wider. Besonders häufig treten Namen wie Matthias (zehn Nennungen), Daniel, Sebastian und Thomas (je neun Nennungen) auf. Weitere häufige männliche Namen sind Andreas, Max, Michael, Philipp und Stefan mit jeweils acht Nennungen. Auf weiblicher Seite führen Julia mit vier sowie Katrin mit drei Nennungen die Liste an. Zusätzlich identifiziert die Auswertung insgesamt 50 international geprägte Vornamen.

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