Foto: Agile Robots

Agile Robots kooperiert mit Google

Das Münchner Startup Agile Robots und Google Deep Mind starten eine Forschungspartnerschaft. Ziel ist es, Gemini-Robotics-Modelle in Robotiksysteme zu integrieren und Roboter für industrielle Anwendungen anpassungsfähiger zu machen.

Im Zentrum der Zusammenarbeit des Münchner Startups Agile Robots und Google steht die Integration der Gemini-Robotics-Grundmodelle von Google Deep Mind in die Hardware- und Robotiklösungen von Agile Robots. Das Startup will damit Roboter entwickeln, die sich flexibler an industrielle Aufgaben anpassen lassen.

Agile Robots bringt dafür seine skalierbaren industriellen Plattformen und weitere KI-Robotiklösungen ein, Google DeepMind steuert die Gemini-Robotics-Grundmodelle bei. Agile Robots will so den Einsatz von Robotern, die Erfassung von Daten, das Training von Modellen und die Weiterentwicklung der Systeme verbessern.

Fokus auf industrielle Anwendungen

Zunächst konzentriert sich die Partnerschaft auf industrielle Anwendungsfälle. Genannt werden Aufgaben in Industrie und Produktion, in denen verlässliche und skalierbare Automatisierung gefragt ist. Im Fokus stehen damit Umgebungen, in denen Robotiksysteme unter realen Bedingungen dauerhaft funktionieren müssen, etwa in der Montage, bei der visuellen Qualitätskontrolle oder beim Greifen und Sortieren von Bauteilen.

Zhaopeng Chen, CEO und Gründer von Agile Robots, sagt, das Unternehmen habe weltweit bereits mehr als 20.000 Robotiklösungen installiert, und ordnet die Zusammenarbeit als nächsten Schritt für autonome und intelligente Produktionssysteme ein. Chen sagt:

„Durch die Integration der Gemini Robotics Modelle von Google Deep Mind in unsere Robotiklösungen positionieren wir uns an der Spitze dieses rasant wachsenden Marktes.“

Auch Google Deep Mind ordnet die Kooperation als Schritt hin zu KI-Modellen für die nächste Generation von Robotern ein. Carolina Parada, Senior Director and Head of Robotics bei Google Deep Mind, sagt:

„Diese Forschungspartnerschaft ist ein wichtiger Schritt, um die Wirkung von KI in die reale Welt zu übertragen.“

Für Agile Robots verbindet die Zusammenarbeit Forschung und industriellen Einsatz. Die Systeme sollen nicht nur entwickelt, sondern auch im laufenden Betrieb weiter verbessert werden.

Daten aus dem Betrieb als Trainingsbasis

Kern der Partnerschaft ist ein Kreislauf aus Training, Einsatz und Testen. Daten aus dem realen Betrieb sollen die Modelle verbessern. Diese verbesserten Modelle sollen im nächsten Schritt die Fähigkeiten der Roboter erweitern. Daraus sollen sich zusätzliche Einsatzmöglichkeiten ergeben.

Für Agile Robots markiert die Partnerschaft den nächsten Schritt, die eigenen Robotiksysteme enger mit lernfähigen KI-Modellen zu verbinden. Für das Münchner Startup zeigt die Kooperation zudem, wie sich Modelle aus der KI-Forschung in konkrete industrielle Anwendungen überführen lassen.

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