Hey Circle erhält eine Finanzierung in unbekannter Höhe von Butterfly & Elephant, der Beteiligungsgesellschaft von GS1 Germany. Das Startup entwickelt wiederverwendbare Versandverpackungen und eine Software zur Nachverfolgung ihrer Nutzung. Ziel ist es, Abfall und CO2-Emissionen im Onlinehandel zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft im Versandprozess zu fördern.
Standards schaffen Transparenz
Hey Circle kombiniert robuste Mehrwegverpackungen mit einer digitalen Lösung, die Umläufe und Einsparungen dokumentiert. Jede Verpackung trägt einen eindeutigen GRAI-Code (Global Returnable Asset Identifier). So lassen sich Bewegungen und Nachhaltigkeitskennzahlen präzise erfassen. Über die GTIN identifiziert das Startup zudem unterschiedliche Verpackungstypen und verwaltet Bestände über Standorte hinweg. Doris Diebold, Gründerin und Geschäftsführerin von Hey Circle, erklärt:
„Die Nutzung der GS1 Standards wie GTIN und GRAI ermöglicht uns, Verpackungen eindeutig zu identifizieren und Nachhaltigkeitsdaten transparent zu erfassen. So wird Kreislaufwirtschaft messbar und für Unternehmen anwendbar.“
Die Mehrwegverpackungen reduzieren laut Unternehmensangaben den Abfall um rund 94 Prozent, die CO2-Emissionen um 76 Prozent und die Verpackungskosten um 53 Prozent. Eine begleitende Software stellt diese Werte automatisch für ESG-Reportings bereit. Unternehmen können die Daten so in ihre Nachhaltigkeitsberichte integrieren.
Das Münchner Startup arbeitet bereits mit über 90 KundInnen zusammen und hat mehrere zehntausend Verpackungen im Umlauf. Kooperationen mit Paketdienstleistern fördern die Integration von Mehrwegmodellen in bestehende Logistiksysteme.
„Hey Circle macht Nachhaltigkeit skalierbar. Das Team verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Stärke. Unser Investment fördert ein Modell, das mithilfe von GS1 Standards nachhaltige Innovation in bestehende Wertschöpfungsketten bringt“,
so Benjamin Birker, Managing Director bei Butterfly & Elephant.
Mit dem Investment will Hey Circle seine Marktposition ausbauen und die Standardisierung als Grundlage für nachhaltige Logistikprozesse weiter etablieren.