Eines der Testfahrzeuge von Unio
© Unio

Unio Enterprise und OIQ Global fusionieren

Das Münchner Startup Unio Enterprise wird von OIQ Global übernommen. Gemeinsam wollen die Unternehmen mobile Anlagen weltweit mit unterbrechungsfreier Konnektivität versorgen.

Das 2022 gegründete Münchner Newspace-Startup Unio Enterprise entwickelt Konnektivitätssoftware, die mobile Anlagen automatisch mit der jeweils besten verfügbaren Verbindung versorgt. Dabei steuert die Technologie den Wechsel zwischen terrestrischen Mobilfunknetzen und Satellitenkommunikation. Ziel ist eine stabile Datenübertragung auch in Regionen ohne zuverlässige Netzabdeckung.

Das Geschäftsmodell von Unio richtet sich an Branchen, in denen durchgängige Kommunikation unverzichtbar ist. Dazu gehören die Automobilindustrie mit Anwendungen im autonomen Fahren, die Logistik mit weltweitem Tracking von Waren und Fahrzeugen sowie die Landwirtschaft, wo vernetzte Maschinen auch außerhalb städtischer Infrastruktur arbeiten müssen. Auch Schifffahrt und Luftfahrt profitieren von einer stabilen Konnektivität während des Betriebs.

Mit der Übernahme durch OIQ Global (OIQ) wird die Software von Unio in eine umfassendere Infrastruktur eingebunden. OIQ verfolgt die Vision, Satelliten- und Mobilfunknetze nahtlos zu verbinden und so eine global verfügbare Datenversorgung für feste und mobile Anlagen aufzubauen. Gemeinsam wollen beide Unternehmen Millionen mobiler Anlagen weltweit bedienen.

Anwendungen in Mobilität und Industrie

Katrin Bacic, CEO von Unio Enterprise sagt:

„Der Beitritt zu OIQ Global markiert einen Wendepunkt für Unio. Mit unserer Konnektivitätsexpertise und der Konstellationsvision von OIQ werden wir die Vernetzung von Mobilitätsanlagen neu definieren. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, unsere Roadmap zu beschleunigen und die nächste Generation intelligenter Konnektivität über terrestrische und Satellitennetzwerke für Branchen wie die Automobilindustrie, Landwirtschaft, Logistik und Schifffahrt bereitzustellen.“

Joseph J. Euteneuer, CEO von OIQ Global, ergänzt:

„Wir freuen uns, Unio Enterprise in der OIQ Global-Familie begrüßen zu dürfen. Ihre KI-gestützte Smart-Switch-Konnektivitätstechnologie ist die perfekte Ergänzung zu unserer Vision einer globalen, jederzeit und überall verfügbaren Konnektivität. Gemeinsam werden wir eine nahtlose, multibandige Mobilitätskonnektivität schaffen, die weltweit neue Maßstäbe in puncto Effizienz, Sicherheit und Betriebseinblicke setzt.“

Die Unternehmen betonen zudem die Bedeutung für Europa: Autonomes Fahren, intelligente Logistik und vorausschauende Wartung hängen zunehmend von stabilen Datenverbindungen ab. Mit der kombinierten Expertise von Unio und OIQ soll Europa eine stärkere Rolle in der globalen Telematik-Innovation übernehmen und eine souveräne digitale Infrastruktur vorantreiben.

Die Pläne werden auf der IAA Mobility 2025 vom 8. bis 12. September in München vorgestellt. Dort stehen Katrin Bacic, Frederic Baker (CTO von Unio), Joseph J. Euteneuer (CEO von OIQ Global) und John Archer (COO von OIQ Global) zwischen dem 8. und 10. September Interessierten Rede und Antwort.

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Saskia Müller

Nach zwei erfolgreichen eigenen Gründungen und einer langjährigen Tätigkeit in der Presse- und Medienlandschaft verstärkt Saskia nun die Redaktion von Munich Startup.

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