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Münchner Startup Ortivity sichert Mega-Investment für Ärzte-Modell

Apheon gewinnt Unigestion als neuen Partner für sein Portfoliounternehmen Ortivity. Der ambulante Orthopädie-Anbieter erhält rund 200 Millionen Euro für die Expansion und will sein ärztegeführtes Modell damit bundesweit ausbauen.

Seit der Gründung im Jahr 2022 durch den paneuropäischer Private-Equity-Investor Apheon und Dr. med. Reinhard Wichels hat sich das Münchner Startup Ortivity zur führenden Plattform für ambulante orthopädische Versorgung in Deutschland entwickelt. Mit mehr als 100 Standorten in drei regionalen Clustern deckt das Unternehmen die gesamte Bandbreite orthopädischer Leistungen ab – von Diagnostik über Chirurgie bis hin zu Nachsorge. Grundlage bildet ein ärztegeführtes Partnerschaftsmodell, bei dem sich die Eigentumsanteile gleichmäßig auf Ärzte und Kapitalgeber verteilen.

Um die Wachstumspläne umzusetzen, holte Apheon gezielt einen weiteren Investor an Bord: Unigestion, eine auf Mid-Market-Private-Equity spezialisierte Gesellschaft, investiert rund 200 Millionen Euro in Ortivity und übernimmt damit eine Minderheitsbeteiligung. Apheon bleibt Lead-Investor und hält weiterhin die Mehrheit.

Ausbau der regionalen Cluster

Das frische Kapital soll genutzt werden, um die bestehenden Cluster zu stärken und neue zu etablieren, um so “den deutschen Orthopädiemarkt schrittweise auf ein modernes, ambulantes Modell umzustellen”. Nils Lüssem, Partner bei Apheon, und Sebastian Walter, Director bei Apheon, kommentieren in diesem Zusammenhang:

„Die Partnerschaft mit Unigestion stellt sicher, dass wir über das notwendige Kapital verfügen, um unser Wachstum fortzusetzen und weiterhin in erstklassige Patientenversorgung zu investieren.“

Ärztlich geprägte Führung

Ortivity sieht in der neuen Partnerschaft eine Bestätigung seines ärztegeführten Modells. Dr. med. Michael Thorwarth, neu ernannter Co-CEO von Ortivity, fasst zusammen:

„Gemeinsam wollen wir neue Maßstäbe bei Behandlungsqualität und patientenzentrierten Services setzen und messbare Vorteile für unsere PatientInnen schaffen.“

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt üblicher regulatorischer Genehmigungen.

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