Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) hat die neue Sprind Challenge zum Recycling kritischer Metalle gestartet. Gesucht werden Ideen zur Entwicklung und Validierung neuartiger Verfahren, um wertvolle Metalle aus komplexen Abfallströmen wie Elektroschrott oder Elektronikkomponenten zurückzugewinnen.
Im Fokus steht nicht allein die Rückgewinnung einzelner Elemente. Ziel ist auch die Herstellung neuer, funktionaler Verbindungen, Legierungen oder nanostrukturierter Materialien mit direkter industrieller Anwendbarkeit. Dabei können biologische, chemische und physikalisch-mechanische Ansätze kombiniert werden, um innovative Lösungen zu schaffen, die über bestehende Recyclingmethoden hinausgehen.
3 Phasen, bis zu 6 Millionen Euro Förderung
Die Challenge startet im Dezember 2025 und ist auf drei Jahre angelegt. Sie gliedert sich in drei aufeinanderfolgende Stufen:
- Stufe 1: Bis zu acht Teams erhalten jeweils maximal 1.500.000 Euro (zzgl. MwSt.).
- Stufe 2: Nach einer Bewertung der Zwischenergebnisse durch die Jury werden bis zu sechs Teams ausgewählt. Sie können eine Förderung von bis zu 2.000.000 Euro (zzgl. MwSt.) erhalten.
- Stufe 3: Für bis zu vier Teams stehen noch einmal bis zu 2.500.000 Euro (zzgl. MwSt.) bereit.
Die Förderung kann so in Summe bis zu sechs Millionen Euro pro Team betragen.
Bewerbungen für die Challenge sind bis zum 7. November 2025 möglich. Angesprochen sind insbesondere Forschungsteams, Startups und Unternehmen, die interdisziplinär arbeiten und neue Wege im Recycling beschreiten wollen.
Für die Münchner Startup-Szene könnte diese Ausschreibung besonders spannend sein: In der Region gibt es sowohl eine wachsende Greentech-Community als auch eine starke Basis in Materialwissenschaften und Hightech-Produktion. Mit der passenden Idee und einem schlüssigen Konzept bestehen gute Chancen, von der Förderung zu profitieren.
Weitere Informationen zur Sprind Challenge sind hier abrufbar.