Gruppenfoto der SiegerInnen des diesjährigen Münchner Businessplan Wettbewerbs
Foto: BayStartUP

Bioexotec siegt beim Münchner Businessplan Wettbewerb

Der Münchner Businessplan Wettbewerb 2025 kürt Bioexotec zum Gewinner. Das Startup überzeugt mit einem neuartigen Test zur Krebsfrüherkennung. Auch Teams aus Quantencomputing und Robotik zählen zu den Top drei.

Beim Münchner Businessplan Wettbewerb 2025 sichert sich das Medizintechnik-Startup Bioexotec den ersten Platz. Das Team entwickelt einen nicht-invasiven Blut- und Speicheltest, der bestimmte Krebsarten frühzeitig erkennen kann. Die Analyse erfolgt über kleinste Partikel im Körperkreislauf, die Hinweise auf Krankheitsprozesse liefern. Das Verfahren ist schneller und günstiger als herkömmliche Methoden. Bioexotec ist eine Ausgründung des TUM Klinikums rechts der Isar.

Auf Platz zwei folgt Peak Quantum, ein Spin-off des Walther-Meißner-Instituts. Das Team arbeitet an besonders robusten Prozessoren für Quantencomputer. Die neuartige Architektur der Quantum Processing Units (QPUs) soll eine zehnmal höhere Zuverlässigkeit bieten als bestehende Modelle. Damit rückt der industrielle Einsatz von Quantencomputern für Simulationen und Optimierungen näher.

Den dritten Platz belegt Versatile Robotics. Das Robotik-Startup, hervorgegangen aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), entwickelt eine intelligente Steuerungssoftware, die Roboter für komplexe und feinfühlige Aufgaben befähigt – etwa in der Logistik, Fertigung oder Mensch-Roboter-Kollaboration.

Vielfalt aus Forschung und Hightech

Insgesamt beteiligten sich 241 Startups aus München und Südbayern. Viele Teams stammen direkt aus dem wissenschaftlichen Umfeld. Auffällig ist der starke Fokus auf Deeptech und Hardwarelösungen.

„Wir erleben aktuell eine Phase, in der vieles ineinandergreift. Die kritische Masse an Know-how ist da, Kapital ist vorhanden, und auch viele Forschende interessieren sich heute für das Thema Gründung. Sie haben oft eine klare unternehmerische Vorstellung davon, wie aus ihren Erkenntnissen konkrete marktfähige Lösungen werden könnten. Entscheidend für den Erfolg im Wettbewerb ist dabei der klare rote Faden, also betriebswirtschaftliche Zusammenhänge zu durchdringen, Details mitzudenken und die eigene Vision klar auf den Punkt zu bringen“,

sagt Max Achmedschin, Leiter des Wettbewerbs bei Baystartup.

Finalisten aus KI, Legaltech und Photonik

Auch die weiteren Finalisten zeigen die Bandbreite der Startup-Szene. Darunter Agentix (KI-Automatisierung ohne Programmierkenntnisse), Legalian (digitale Geldwäscheprävention), Linque (photonische Chips), Onyx (Simulationssoftware für Medikamentenentwicklung) und Ovrlay (automatisierte 3D-Modellierung aus Bildern).

Der Wettbewerb ist mit 48.500 Euro dotiert und gliedert sich in drei Phasen. Über 300 ehrenamtliche JurorInnen bringen sich in die Bewertung ein. Auch nach dem Finale begleitet Baystartup die Teams weiter – etwa mit Coachings und Zugang zu InvestorInnen.

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