Fast alle deutschen Startups öffnen sich für Modelle der Mitarbeiterbeteiligung. Laut dem „Startup-Report 2025“ des Digitalverbands Bitkom nutzen bereits 40 Prozent entsprechende Instrumente, weitere 47 Prozent planen dies. Nur acht Prozent schließen eine Beteiligung der Belegschaft kategorisch aus. Besonders verbreitet sind virtuelle Anteile, gefolgt von Anteilsoptionen und realen Anteilen.
Mitarbeiterbindung als Wettbewerbsvorteil
Ein Drittel der Startups beteiligt ausschließlich Führungskräfte. 41 Prozent binden zusätzlich ausgewählte MitarbeiterInnen ein, während 23 Prozent ein Modell für alle Beschäftigten anbieten. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst betont:
„Startups stehen in einem scharfen Wettbewerb um Talente mit etablierten Unternehmen und internationalen Wettbewerbern. Sie können in der Regel nicht mit hohen Festgehältern punkten, aber sie können ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einem künftigen Erfolg beteiligen und damit genau diejenigen erreichen, die an die Gründungs-Vision glauben.“
Die Befragung von 152 Tech-Startups verdeutlicht: Bürokratie (63 Prozent), Vertrieb und Kundengewinnung (61 Prozent) sowie Kapitalbeschaffung (52 Prozent) bleiben die größten Herausforderungen. Der durchschnittliche Wagniskapitalbedarf liegt bei 2,5 Millionen Euro. 79 Prozent der Startups mit Kapitalbedarf halten es für wahrscheinlich, die Mittel in den kommenden zwei Jahren einzuwerben.
KI etabliert sich – Politik polarisiert
Künstliche Intelligenz ist inzwischen Standard. 82 Prozent der Startups setzen KI ein, davon 63 Prozent in internen Prozessen und 62 Prozent in Produkten. Gleichzeitig kritisieren 63 Prozent eine übertriebene Regulierung, die innovative Entwicklungen in Europa behindere.
Auch bei Gründungs-Vorbildern gibt es Polarisierung. Für 17 Prozent bleibt Elon Musk ein Vorbild, während 59 Prozent meinen, dass er dem Ansehen von Tech-Startups schade. Nur drei Prozent wünschen sich PolitikerInnen nach dem Vorbild von Donald Trump in Deutschland.
Der vollständige Report beleuchtet außerdem die wirtschaftliche Lage, Gründungserfahrungen und die Einschätzung der Startup-Szene zur aktuellen Politik. Der „Startup-Report 2025“ steht auf der Website des Digitalverbands zum Download zur Verfügung.