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Vidlab7: Automatisierte Sales-Demos mit Avatar

Das Münchner Startup Vidlab7 automatisiert Sales-Demos mit Avataren. Ziel ist es, sofort Leads zu qualifizieren und Termine zu buchen. Das Münchner Startup bringt laut eigener Aussage damit Menschlichkeit in automatisierte KI-Prozesse und macht Sales-Vorgänge effizienter, skalierbarer und planbarer.

Update Dezember 2025: Vidlab7 hat sich in der Zwischenzeit umbenannt in Moonscale.

Munich Startup: Was macht Euer Startup? Welches Problem löst Vidlab7?

Fabian Beringer, Founder: Vidlab7 ist die Automatisierungs-Engine für Sales-Demos und Pitches. Mit uns steigern Unternehmen ihre Conversion-Raten um ein Vielfaches, gewinnen mehr qualifizierte Leads, füllen ihre Pipeline effizienter und sichern sich planbare Umsätze. Wir schließen die „Demo-Lücke“: Firmen investieren Millionen in Marketing und Traffic, doch die meisten Besucher springen ab, bevor sie ein Produkt überhaupt erleben. Unsere Lösung: Jede/r BesucherIn erhält sofort eine interaktive Demo, die automatisch qualifiziert, nachfasst und Meetings bucht – unterstützt von einem Sales-Avatar in Echtzeit. Das Ergebnis sind messbar mehr Conversions, direkte Terminvereinbarungen und schneller Return-On-Investment (ROI).

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Fabian Beringer: Nein – bisherige Tools liefern nur statische Inhalte oder erfordern Formulare, Terminbuchungen und Sales-Reps. Bei Vidlab7 läuft alles vollautomatisch, in Echtzeit und nahtlos integriert in Customer-Relationship-Management- (CRM) und Sales-Workflows. Ein Avatar sorgt für persönliche und menschliche Ansprache. Entscheidend ist die End-to-End-Automatisierung – inklusive E-Mails, Follow-up-Materialien und personalisierten Angeboten. KundInnen profitieren von engagierteren InteressentInnen, höheren Abschlussraten und planbarem Umsatz. Näher an die menschliche Verkaufserfahrung können die KundInnen mit Künstlicher Intelligenz (KI) nicht kommen.

Die Geschichte hinter Vidlab7: Von e-bot7 zur Sales-Automatisierung

Munich Startup: Was ist Eure Gründungsstory?

Fabian Beringer: Während meines Studiums habe ich 2016 meine erste KI-Firma E-bot7 gegründet. Unsere Mission war es, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihren Kundenservice durch den Einsatz von KI effizienter zu gestalten. Am Ende arbeiteten wir mit über 200 Kunden in ganz Europa und wurden von einem an der NASDAQ gelisteten US-Unternehmen übernommen.

In dieser Zeit standen wir täglich vor denselben Herausforderungen: extrem hohe Marketingkosten, niedrige Conversion-Raten, unqualifizierte Leads und überhöhte Vertriebskosten – Faktoren, die die Margen massiv belasteten. Für mich als Gründer war klar: Dieses Problem muss gelöst werden.

Genau hier setzt Vidlab7 an. Unsere Lösung entlastet Sales-Teams, steigert die Marketing-Effizienz und bringt Interessenten sofort ins Produkt. Wir verwandeln Inbound-Traffic unmittelbar in qualifizierte Pipelines und Umsatz – mit einem Ansatz, der die menschliche Demo-Erfahrung eins zu eins digital nachstellt, jedoch vollständig automatisiert, skalierbar und rund um die Uhr verfügbar ist.

Die Balance zwischen Menschlichkeit und Automatisierung

Munich Startup: Was waren bisher Eure größten Herausforderungen?

Fabian Beringer: Die größte Herausforderung war, die Balance zwischen Automatisierung und Menschlichkeit zu finden. Unsere Lösung sollte skalierbar sein, Vertrauen schaffen und echten Business-Value liefern. Ebenso wichtig war maximale Einfachheit im Setup – ohne Tech-Know-how sofort einsatzbereit. KundInnen sehen dadurch schnellen ROI, messbare Conversion-Steigerungen und keine verlorenen Leads mehr. Jetzt haben wir den „menschlichen“ Aspekt mit dem Avatar, den perfekten Inhalt mit Demo und Pitch und die optimale Execution mit den AI-Agents.

Munich Startup: Wie laufen die Geschäfte?

Fabian Beringer: Wir arbeiten bereits mit renommierten deutschen und internationalen Enterprise-Kunden und haben den ersten Insurance-Avatar in Europa gelaunched. Gleichzeitig sehen wir stark steigenden Inbound-Flow von Software- und SaaS-Unternehmen, die skalieren wollen, aber nicht in teure Vertriebsteams investieren können. Mit Vidlab7 erzielen unsere Kunden zwei- bis dreimal mehr Pipeline aus gleichem Traffic, viermal mehr Demos ohne Scheduling-Barrieren und signifikant höhere Abschlussraten.

München als Standort: Talente, InvestorInnen, Tech-Hubs

Munich Startup: Wo möchtet Ihr in einem Jahr stehen, wo in fünf Jahren?

Fabian Behringer: In einem Jahr wollen wir den Standard für automatisierte Sales-Demos in Europa setzen. In fünf Jahren sehen wir uns als führende Plattform für AI-Sales-Demo-Automation im gesamten Sales-Funnel – vom ersten Touchpoint bis zum Vertragsabschluss. Unser Ziel: Umsatzwachstum für unsere KundInnen ohne zusätzliches Headcount.

Munich Startup: Wie habt Ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?

Fabian Beringer: Ich selber komme aus München und bin bereits sehr viel herumgekommen, wofür ich sehr dankbar bin. München bietet starken Zugang zu Talenten, InvestorInnen sowie Unternehmen. Gleichzeitig profitieren wir von der Nähe zu internationalen Tech- und Sales-Hubs und der Technischen Universität München (TUM) als Innovationsmotor. KundInnen schätzen hier besonders die schnelle Umsetzung, messbare Ergebnisse und die enge Zusammenarbeit.

Munich Startup: Outsourcen oder selber machen?

Fabian Beringer: Wir setzen auf einen hybriden Ansatz: Die Kerntechnologie entwickeln wir selbst. Für Skalierung und Spezialthemen arbeiten wir mit ausgewählten Partnern. So stellen wir sicher, dass unsere KundInnen von stabiler Technologie und gleichzeitig flexibler Anpassung profitieren. Gleichzeitig gibt es aber auch Komponenten, die wir auswechseln können, gerade die Large Language Models (LLMs). Die KundInnen heute erwarten modulare Lösungen, die perfekt in ihr Ökosystem passen.

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