Das Münchner Foodtech Ciao Coffee hat erfolgreich eine Finanzierung im mittleren sechsstelligen Bereich abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom Impact Angel Netzwerk Better Ventures. Beteiligt sind darüber hinaus mehrere Business Angels aus den Bereichen Fast-Moving Consumer Goods, E-Commerce und Foodtech. Das frische Kapital soll in den Markenaufbau, die Retail-Expansion sowie die Produktentwicklung fließen.
Eiskaffee ohne Bohnen
Ciao Coffee will mit einer neuen Form von Kaffee den Markt verändern – funktional, nachhaltig und gesund. Klassischer Kaffee bringt in vielen Fällen ökologische und gesundheitliche Probleme mit sich: Für eine einzige Tasse Kaffee werden bis zu 140 Liter Wasser benötigt. Der Anbau in Monokulturen belastet Umwelt und Biodiversität.
Die Lösung von Ciao Coffee: Eiskaffee ohne Bohnen. Stattdessen kommen natürliche Zutaten wie Roggen, Gerste, Zichorie und Löwenzahnwurzel zum Einsatz, die nach Unternehmensangaben ausschließlich aus europäischem Anbau stammen. Die Rezeptur kombiniert dosiertes Koffein mit einem Vitamin-B-Komplex und Eisen. Der erhoffte Effekt: langanhaltende Wachheit und Fokus ohne Koffeincrash.
„Mit Ciao Coffee wollen wir Kaffee neu denken – nachhaltiger, funktionaler, gesünder. Genuss, Innovation und Verantwortung schließen sich nicht aus. Warum also alles lassen, wie es ist, wenn es auch besser geht?“,
erklärt Anton Reich, Co-Founder von Ciao Coffee.
Erste Listungen im Handel
Obwohl sich Ciao Coffee noch in einer frühen Unternehmensphase befindet, konnte das Team bereits erste Erfolge im Handel erzielen. Der Eiskaffee ist laut Startup in über 500 Rewe-Märkten (Süd, Nord, Mitte), bei Edeka (Südwest, Rhein-Ruhr) sowie in rund 100 Billa Plus-Filialen in Österreich gelistet. Nach Unternehmensangaben bewegen sich die Abverkaufszahlen auf Augenhöhe mit etablierten Marken wie Starbucks, Emmi oder Mövenpick.
Ciao Coffee versucht sich an zwei relevanten Markttrends: Einerseits wächst der Markt für funktionale Getränke in Europa dynamisch und wird bereits auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Andererseits steigt die Zahl der KonsumentInnen, die Kaffee gesundheitlich nicht gut vertragen – und nach Alternativen suchen.
„Ciao Coffee zeigt, wie neue Marken mutig Märkte neu denken – mit einem klaren Blick auf Nachhaltigkeit, Funktionalität, Gesundheit und Genuss. Das Team verbindet exzellente Markenführung mit echtem Impact – und trifft einen Nerv im Mainstream“,
sagt Tina Dreimann, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Better Ventures.
Hinter dem Startup stehen die Gründer Tobias Hollaus, Felix Hellenberg, Dennis von Bismarck und Anton Reich, die bereits Erfahrung in den Bereichen FMCG, Food-Innovation und Markenaufbau sammeln konnten.