Das Defencetech Arx Robotics hat weitere elf Millionen Euro Kapital eingesammelt. Die Erweiterung der Series-A-Finanzierungsrunde führt der Frühphaseninvestor Speedinvest an. HV Capital beteiligt sich erneut. Bereits im April hatte Arx eine 31-Millionen-Euro-Runde verkündet – angeführt von HV Capital mit Beteiligung von Omnes Capital, dem NATO Innovation Fund und Project A.
Fokus auf Skalierung und neue Werke
Mit dem zusätzlichen Kapital verfolgt Arx Robotics eine klare Strategie. Der Aufbau weiterer europäischer Fertigungsstandorte soll die schnelle, kosteneffiziente Produktion autonomer, unbemannter Gefechtsfahrzeuge ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei softwaregetriebene Systeme mit hoher Integrationsfähigkeit.
Das Unternehmen setzt dabei auf seine modulare UGV-Plattform sowie das KI-basierte Betriebssystem Mithra OS. Ziel ist die Digitalisierung und Vernetzung schwerer Gefechtsfahrzeuge in europäischen Landstreitkräften. Partnerschaften mit Unternehmen wie Daimler und Renk sollen die industrielle Skalierung zusätzlich beschleunigen.
„Mit der Erweiterung unserer Series A beschleunigen wir gezielt die Skalierung bestehender Strukturen und den Aufbau neuer Fertigungsstandorte in Europa – von modularer Softwarearchitektur über Serienproduktion bis hin zum Aufbau eines exzellenten, interdisziplinären Teams. In einem geopolitischen Umfeld wachsender Unsicherheit sind Geschwindigkeit, Skalierungsfähigkeit und Handlungsvermögen zur richtigen Zeit von zentraler Bedeutung. Arx steht für eine in Europa entwickelte, softwaredefinierte Verteidigung – agil, skalierbar und technologisch souverän“,
sagt Marc Wietfeld, Gründer und CEO von Arx Robotics.
Positionierung im sicherheitsrelevanten Sektor
Arx Robotics entstand 2022 in München. Die GründerInnen sind ehemalige Offiziere der Bundeswehr. Ihre Mission: die Entwicklung intelligenter, autonomer Bodensysteme für moderne Militäranwendungen. Die Systeme von Arx kommen bereits in mehreren europäischen Armeen zum Einsatz, darunter auch in der Ukraine.
„Europa braucht eine Re-Industrialisierung – getragen von einem innovationsgetriebenen, skalierbaren militärisch-industriellen Komplex. Arx Robotics ist strategisch positioniert, um Europas Verteidigungsfähigkeit und technologische Souveränität durch software-definierte, unbemannte Systeme und autonomiefähige Fahrzeuge auf europäischer Technologiebasis entscheidend zu stärken. In diesem Spannungsfeld aus sicherheitsrelevanter Infrastruktur, technologischer Innovation und geopolitischer Realität entstehen die Schlüsselunternehmen der nächsten Dekade – Arx steht exemplarisch dafür“,
erklärt Andreas Schwarzenbrunner, General Partner bei Speedinvest.
Ein besonderer Fokus liegt nun auf der personellen Expansion – vor allem durch ExpertInnen für KI, Softwarearchitektur, Systemintegration sowie durch Fachkräfte aus der europäischen Automobilindustrie.