Munich Startup: Was macht Euer Startup? Welches Problem löst Ihr?
Bastian Fisser, Co-Founder von The Bitery: The Bitery hat den Cookie neu erfunden – als Produkt, als Marke und als Erlebnis. Wir bringen Ready-to-Bake Premium Cookies in die Gastronomie, Betriebsgastronomie und den Handel. Frisch gebacken, knusprig und emotional aktivierend – unsere Cookies verbinden Qualität mit Convenience und treffen damit genau den Nerv der Zeit. Unsere Produkte sind bei EndkundInnen extrem beliebt, weil sie Genuss mit Erlebnis verbinden. Gleichzeitig bieten sie Betrieben ein wirtschaftlich sinnvolles und differenzierendes Angebot. Ob im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) oder im Foodservice – überall dort, wo Frische, Emotionalität und Umsatzpotenziale gefragt sind, liefern unsere Cookies einen echten Mehrwert.
„Unser Cookie ist kein Snack nebenbei“
Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!
Bastian Fisser: Ja, es gibt Cookies. Und dann gibt es The Bitery. Was es nicht gab, bevor wir gestartet haben: eine Premium-Brand mit echten Rezepturen, inspirierendem Storytelling, modernem Design und kompromissloser Qualität – ready-to-bake. Nicht tiefgekühlt, sondern gekühlt. Kein Industriekeks, sondern ein Cookie, der wie selbst gebacken schmeckt – frisch aus dem Ofen, mit emotionalem Duft, weichem Kern und Wow-Effekt. Unser Cookie ist kein Snack nebenbei. Er ist ein Produkt mit Herz, Handwerk und Haltung. Genau das hat gefehlt.
Munich Startup: Was ist Eure Gründungsstory?
Bastian Fisser: The Bitery war am Anfang ein Foodblog – voller Ideen, Geschmack, Träume. Wir wollten gute Lebensmittel neu denken – mit Klarheit, Stil und einem Gespür für das, was Menschen wirklich lieben.
2023 haben wir alles auf eine Karte gesetzt: den Cookie. Wir haben das gesamte Unternehmen umgestellt, unser Portfolio reduziert und uns mit voller Kraft auf ein Produkt fokussiert. Und damit scheinbar ins Schwarze getroffen – heute liefern wir Millionen Cookies pro Jahr aus, sind in sechs Ländern aktiv und expandieren stetig weiter. Der Cookie ist unser Vehikel – aber eigentlich geht’s um viel mehr: Menschen begeistern, Genuss neu definieren, echte Qualität wieder sexy machen.
Konservative Strukturen im Foodservice
Munich Startup: Was waren bisher Eure größten Herausforderungen?
Bastian Fisser: Wir sind kein Konzern, keine gestreamlinete Struktur. Wir sind ein junges, leidenschaftliches Team, das sich mit Kreativität, Instinkt und Mut seinen Platz im Markt erkämpft hat. Die größte Herausforderung: Ein innovatives, gekühltes Produkt im deutschen LEH zu etablieren. EinkaufsleiterInnen zu überzeugen, Kühlregale zu gewinnen, Produktion skalierbar zu halten und gleichzeitig unseren Anspruch nicht zu verlieren.
Dazu kommt der Foodservice: dort herrschen konservative Strukturen. Wir mussten vieles selbst anstoßen – heute sind wir in Gesprächen mit fast allen großen Gastroplayern und zeigen, wie viel Potenzial in einem vermeintlich simplen Produkt steckt.
Munich Startup: Wo möchtet Ihr in einem Jahr stehen, wo in fünf Jahren?
Bastian Fisser: In einem Jahr: The Bitery ist die Cookie-Brand in Europa. Physisch erlebbar, digital präsent, emotional verankert. Unsere Produkte laufen in Schulen, Kantinen, Hotels, Tankstellen, Restaurants – überall dort, wo Menschen Cookies lieben.
In fünf Jahren: globale Präsenz. Neue Produktlinien rund um Sweet Bakery. Eine Marke, die für das neue Süßwarensegment steht: kompromisslos in Qualität, modern in Design, wirtschaftlich für Partner und maximal beliebt bei KundInnen. Wir wollen nicht einfach mitspielen – wir wollen das Spiel verändern.
„München ist kein Hype-Ort“
Munich Startup: Wie habt Ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?
Bastian Fisser: München ist kein Hype-Ort. Es ist ein Standort, der Qualität schätzt, Tiefe hat und echte Verlässlichkeit fördert. Für unser Produkt – das kein Gimmick ist, sondern echten Impact hat – ist München ideal.
Zudem ist die Szene deutlich offener geworden. Man begegnet sich auf Augenhöhe. Und wir freuen uns, dass wir als Food-Startup hier wahrgenommen werden – nicht nur wegen unserer Produkte, sondern wegen der Klarheit und Konsequenz, mit der wir sie vorantreiben.
Munich Startup: Outsourcen oder selber machen?
Bastian Fisser: Wir sind radikal in der Haltung: Alles, was das Produkt und die Marke betrifft, machen wir selbst. Entwicklung, Storytelling, Markenauftritt, Rezepturen – das bleibt bei uns.
Gleichzeitig sind wir pragmatisch genug, um in spezifischen Bereichen mit erfahrenen Partnern zusammenzuarbeiten. Wir kontrollieren, geben vor, führen durch – aber wir vertrauen auch. Unser Netzwerk ist mittlerweile stark – und das hilft uns, schnell zu wachsen, ohne die Seele zu verlieren.