Venta AI (ehemals Order Link) hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 1,7 Millionen Euro (rund zwei Millionen Dollar) abgeschlossen. Die Pre-Seed-Runde wurde vom Risikokapitalgeber Gradient angeführt. Weitere InvestorInnen sind der US-Accelerator Y Combinator, Orange Collective und Gaingels sowie die Business Angels Gleb Tritus, Julian Borg, Göran Göring und Freddy Martin.
Das Startup entwickelt KI-Vertriebsmitarbeiter, die speziell auf den deutschen Markt zugeschnitten sind. Ziel ist es, den B2B-Vertrieb in Europa zu automatisieren – unter Einhaltung der Datenschutz- und Wettbewerbsgesetze.
Venta AI: Rechtskonforme Kaltakquise für deutsche Unternehmen
Mit dem frischen Kapital plant das Team um die Gründer Lucas Spreiter und Stefan Reuther, die Fähigkeiten ihrer digitalen Vertriebsmitarbeiter zu erweitern und weitere Fachkräfte einzustellen. Schon jetzt ermöglicht Venta AI deutschen Unternehmen erstmals eine datenschutzkonforme Kaltakquise.
Die Plattform vereint hochwertige Daten, KI-Modelle und verschiedene Marketingkanäle wie Postversand, um Zielkunden schnell und personalisiert anzusprechen. Unternehmen wie UnternehmerTUM und die Arno Gruppe nutzen das Produkt bereits, etwa bei Messevorbereitungen oder zur Identifikation neuer Zielmärkte.
„Man würde keine englischsprachigen Vertriebsmitarbeiter einstellen, um an deutsche Kunden zu verkaufen – und das gleiche Prinzip gilt für KI. Während unserer Zeit bei Y Combinator in den USA konnten wir erleben, wie schnell sich der Markt für Vertriebsautomatisierung entwickelt. Aber die bestehenden Tools waren nicht für die deutsche Sprache ausgelegt und nicht mit den lokalen Gesetzen konform. Deswegen haben wir uns entschlossen, einen KI-Vertriebsmitarbeiter zu entwickeln, der speziell auf die deutsche Sprache zugeschnitten ist und sich auf die Einhaltung der Vorschriften hier konzentriert. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung namhafter Investoren, die unsere Vision von lokalisierten KI-Mitarbeitern teilen“,
erklärt Lucas Spreiter, Geschäftsführer von Venta AI.
Fokus auf europäische Anforderungen und wachsenden Bedarf
Das Produkt von Venta AI wird vollständig in Europa gehostet und nutzt ausschließlich DSGVO-konforme Daten. Dadurch erfüllt es die Anforderungen der europäischen ePrivacy-Vorgaben – ein entscheidender Faktor für viele Unternehmen.
„Venta AI geht eine der am meisten übersehenen Lücken bei der Einführung von KI an: regionale Spezifität. Das Team baut eine lokalisierte Vertriebsplattform auf, die nicht nur Workflows übersetzt, sondern sich auch an das regionale Käuferverhalten, Datenstandards und Compliance-Rahmenbedingungen anpasst. Diese Art von kontextbezogener Intelligenz wird bei der nächsten Welle der Vertriebsautomatisierung die Spreu vom Weizen trennen. Wir freuen uns, Lucas, Stefan und das Venta AI-Team beim Aufbau von KI-Mitarbeitern zu unterstützen, die tatsächlich für Europa arbeiten“,
sagt Eylul Kayin, Partner bei Gradient.
Zukünftig sollen Venta AIs KI-Mitarbeiter nicht nur die KundInnenansprache automatisieren, sondern auch eingehende Anfragen bearbeiten, Kontakte nachverfolgen und CRM-Systeme analysieren. Dafür plant das Startup Neueinstellungen in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und Customer Success.